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DER SOLGEN

Der Name klang schon fast vertraut, als Mille die Anfahrt auf der Landkarte zeigte und unser neues Reiseziel “Solgen” nannte. Sein Zeigefinger führte den Weg über die E4- Autobahn in Richtung Norden. Zwischen den Orten Vetlanda und Eksjö tippt er zweimal mit dem Finger auf die Karte. Dort war er,“der Solgen”. Wie gesagt, Mille durfte uns selbstverständlich den theoretischen Teil der Wegeführung präsentieren. Den praktischen Part musste er jedoch wegen Unglaubwürdigkeit bzw. seines schwerwiegenden Navigationspatzers bei der Herbsttour 06 anderen überlassen.

Mille hat leichte Hechtmutationen !


Das Internet bot einige Vorinformationen, so dass wir uns im Hinblick auf Seetiefe und Köderwahl recht gut vorbereiten konnten. Wie immer waren die Prioritäten auf die Zielfische Hecht und Zander verteilt. Wieder wollten wir unseren Anglerhorizont erweitern und testeten mit der Vertikalangelei eine weitere Form der Möglichkeiten.
Kurze Rute, kleine Multi mit dünner Geflochtenen, E-Motor und last but not least, ”Gummi´s” in allen Variationen sollten dabei unser Glück bereiten.

Wir bezogen unser Blockhaus und hatten einen direkten Ausblick über dem See.




Es war wie wir uns es vorstellten. Ein uriges Gebäude mit allem was der Mann / Angler braucht. Herrlich, in einer typisch schwedischen Landidylle im Hochland vom Smaland gelegen. Kurz, Natur pur !

Unsere euphorische Erwartungshaltung bekam in punkto Fischfang bereits am ersten Tag einen Dämpfer. Mehr als drei geschleppte Mini-Gäddas waren nicht drin.

Der zweite Tag wurde zum Testen genutzt. Zunächst ging es dabei um das Equipment. Die Vertikalangelei kannte man nur insofern, dass man das Eine und Andere mal gelesen oder aus irgendwelchen Videopräsentationen gehört hatte.




Auf jeden Fall war auch hier die Euphorie, zumindest bis dahin, riesengroß und alle waren sicher, bei dieser Methode große Beute zu machen. Wie bei so vielen Sachen sieht die Praxis dann oftmals ganz anders aus. Was wir nicht bedachten war der Wind.
Durch den relativ kräftigen Wind war es nahezu unmöglich das Boot auf Kurs zu halten. Damit entstand eine erhebliche Unterwasserströmung die unsere Köder unbeherrschbar machten.

So blieb nichts anderes, als sich bei einem Döschen Bier an die bequemere Variante zu begehen. Der geschleppte Big S sollte als Top-Köder den gewünschten Erfolg bringen.

Die Tage vergingen und der ersehnte Super-Fang blieb leider aus. Einige Zwiebelförster und kleinere Zander waren, ehrlich gesagt, nicht erwähnenswert.

Es verging kein Abend wo nicht rege über die Gründe unserer Schneiderzeit diskutiert wurde. Doch woran lag es wirklich ? Lag es vielleicht, ganz einfach und pauschal am Gewässer ? Am Wetter oder an der Wassertemperatur ?

Wir werden es wohl nie heraus finden, was uns aber auch vollkommen egal ist. Sicher ist, das der Solgen ein ausgesprochenes Top-Gewässer ist. Fangberichten zur Folge, konnten unsere schwachen Angeltage nur eine Ausnahme sein. 
Wieder einmal jedoch konnten wir erleben, dass es auch in Schweden gute und schlechte Angeltage gibt. Man sollte sagen, zum Glück, denn die Herbsttour kommt bestimmt und wie es heißt, stirbt die Hoffnung zu letzt.

Trotzdem war die Maitour einfach nur genial ! Kein Wunder, bei der Truppe.

Und gemessen an deutsche Verhältnisse war die Fangquote trotzdem immer noch überaus erfolgreich.

Ach ja, noch eine für den Verfasser völlig unwichtige Sache. Der Pokal (e) ging an Matterhorn. Nach dem Fang eines Hechtchens mit gerade einmal 78 cm ließ Frank (ebenfalls Hecht mit 78 cm), sportlich wie immer, Matterhorn den Vortritt.
Begründung: Messfehler im Millimeterbereich aufgrund extremen Seegangs.





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